Inamori-Stiftung verleiht den 28. Kyoto-Preis

Herausragende Leistungen in Wissenschaft und Kultur geehrt

12. November 2012

Kyoto/Neuss – Der Informatiker Dr. Ivan Edward Sutherland, der Molekular- und Zellbiologe Dr. Yoshinori Ohsumi und die Literaturkritikerin Professor Gayatri Chakravorty Spivak haben am Samstag den Kyoto-Preis entgegengenommen. Die Auszeichnung ist neben dem Nobelpreis eine der weltweit wichtigsten Ehrungen in Kultur und Wissenschaft. Die von Kyocera-Gründer Dr. Kazuo Inamori ins Leben gerufene Inamori-Stiftung ehrt jährlich Preisträger in drei Kategorien für ihr Lebenswerk. Der Preis ist mit 50 Millionen Yen (zurzeit rund 480.000 Euro*) pro Kategorie dotiert.

Die Träger des Kyoto-Preises 2012: Dr. Ivan Edward Sutherland, Dr. Yoshinori Ohsumi und die Literaturkritikerin Professor Gayatri Chakravorty Spivak
Die Träger des Kyoto-Preises 2012: Dr. Ivan Edward Sutherland, Dr. Yoshinori Ohsumi und die Literaturkritikerin Professor Gayatri Chakravorty Spivak

Bei einer feierlichen Zeremonie im Kyoto International Conference Center in der alten japanischen Kaiserstadt nahmen die drei Laureaten aus den Bereichen „Advanced Technology“, „Basic Sciences“ und „Arts und Philosophy“ ein Diplom, die Kyoto-Preis Medaille und das Preisgeld entgegen. Die Feierlichkeiten fanden im Beisein von Mitgliedern der Kaiserfamilie und mehr als tausend Gästen aus Wirtschaft, Kultur und Politik aus aller Welt statt.

Die Preisträger 2012

Dr. Ivan Edward Sutherland (* 16. Mai 1938, U.S.A.)

Dr. Ivan Edward Sutherland, U.S.-amerikanischer Informatiker, erhielt den Kyoto Preis in der Kategorie Hochtechnologie (Advanced Technology) im Feld Informationswissenschaften (Information Science). Mit der Auszeichnung wird er insbesondere für seine herausragenden Leistungen in der Computergrafiktechnologie und der Entwicklung interaktiver Benutzeroberflächen geehrt.

Dr. Yoshinori Ohsumi (* 9. Februar 1945, Japan)

In der Kategorie Grundlagenforschung, im Bereich Biowissenschaften (Basic Sciences/Life Sciences) zeichnete die Inamori-Stiftung den Molekular- und Zellbiologen Dr. Yoshinori Ohsumi aus. Der japanische Wissenschaftler erhielt den Kyoto-Preis für seine bahnbrechenden zellgenetischen Untersuchungen zur Autophagie in Hefen.

Professor Gayatri Chakravorty Spivak (* 24. Februar 1942, Indien)

Die indische Intellektuelle Gayatri Chakravorty Spivak erhielt den Kyoto-Preis in der Kategorie Kunst und Philosophie in der Sparte Ethik (Arts and Philosophy/Thought and Ethics). Das Komitee zeichnete Spivak für ihre theoretische Arbeit für die Geisteswissenschaften auf Grundlage der vergleichenden Literaturwissenschaft und ihre Hingabe für vielseitige Bildungsaktivitäten aus.

Kyoto-Preis: Auszeichnung mit Tradition

Mit dem Kyoto-Preis würdigt die Inamori-Stiftung das Lebenswerk von Persönlichkeiten, die sich mit herausragenden Leistungen um die Weiterentwicklung der Wissenschaften und Künste verdient gemacht haben. Der Preis wurde 1984 von Kazuo Inamori, dem Gründer des japanischen Technologie-Konzerns Kyocera mit Hauptsitz in Kyoto, ins Leben gerufen. Der Kyoto-Preis wird jährlich im November von der ebenfalls von ihm gegründeten Inamori-Stiftung in den Kategorien „Kunst und Philosophie“ (Arts & Philosophy), „Hochtechnologie“ (Advanced Technology), sowie „Grundlagenforschung“ (Basic Sciences) verliehen.

Zu den Preisträgern aus den vergangenen 27 Jahren zählen die verstorbene Choreographin Pina Bausch, der Philosoph Jürgen Habermas, der japanische Modeschöpfer Issey Miyake, der französische Komponist Pierre Boulez sowie die Verhaltensforscherin Jane Goodall. Auch der diesjährige Nobelpreisgewinner in der Kategorie Medizin – Shinya Yamanaka – erhielt den Kyoto-Preis bereits im Jahr 2010.

Weitere Informationen zum Kyoto-Preis sowie zur Inamori-Stiftung finden Sie unter www.inamori-f.or.jp

*Stand Oktober 2012

Fotos: © Inamori Foundation 2012

Abdruck: honorarfrei, Belegexemplar erbeten an Kyocera Fineceramics GmbH Weiteres Bildmaterial ist auf Anfrage erhältlich.

Redaktionsmaterial



Scroll to top